Darum CollectingDays
Der Anfang
Der Anfang war unauffällig. So, wie es bei vielen beginnt.
Alkohol gehörte dazu, das Trinken fiel nicht auf und niemand
stellte es infrage. Inklusive mir.
Mit der Zeit wurde es schwieriger.
Nicht von heute auf morgen, sondern schleichend.
Rückblickend würde ich sagen:
unaufhaltsam wurde das Trinken immer wichtiger.
Und ich konnte nichts dagegen tun.
Der Punkt, an dem es nicht weiterging
Ich musste weit gehen. Sehr weit. Viel zu weit.
Es gab einen klaren Tiefpunkt.
Einen, den ich vielleicht mal erzähle..
Einen, nach dem klar war: So geht es nicht weiter.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits ein kleines Kind.
Und auch wegen dieser Situation habe ich entschieden,
dass ich nicht mehr so leben will und kann.
Nicht irgendwann. Sondern JETZT.
Therapie, Rückfall, Realität
Ich bin in Therapie gegangen. Ich habe mich den Dingen gestellt.
Etwas, von dem ich heute noch zehre.
Drei Monate später gab es einen Rückfall.
Kurz. Sehr Schmerzhaft.
Und ernüchternd.
Aber- seitdem lebe ich abstinent.
Das ist jetzt über sieben Jahre her.
Ich erzähle das hier nicht, um etwas zu beweisen.
Sondern um einzuordnen, woher meine Worte kommen.
Was mir damals gefehlt hat
Was mir in dieser Zeit gefehlt hat, war Sprache-
zwischen den Sitzungen, und danach.
Ich habe festgestellt, dass es so etwas in dieser Form einfach
nicht gibt:
Worte, die einen nicht direkt verraten.
Worte, die man nicht erklären muss.
Sätze, die man bei sich behalten kann.
Gedanken, die einen durch ganz normale Tage tragen.
Etwas, das da ist, wenn niemand sonst da ist.
Warum es CollectingDays gibt
CollectingDays ist aus genau diesem Grund entstanden.
Als Angebot und Motivation an die schwierigen Momente.
Ich begleite keine Prozesse, ich biete keine Programme an.
Was ich zur Verfügung stelle, sind meine Worte.
Kurze Sätze und Erzählungen, die im Alltag Halt geben können.
Meine Grenze
CollectingDays ist kein Coaching und kein therapeutisches Angebot.
Ich bin keine Therapeutin. Ich ersetze keine Behandlung.
Diese Grenze ist bewusst. Und sie ist wichtig.
Gerade, weil ich weiß, wie verletzlich diese Phasen sind.
Wo ich heute stehe
Heute weiß ich, dass Veränderung langsam ist und Zeit braucht.
Man ringt innerlich mit sich bevor man es sich eingesteht und bereit
ist, Hilfe anzunehmen. Oft jahrelang.
Ich sehe Dich.
Ich weiß wie sich solche Phasen anfühlen und ich weiß, wie viel es braucht. sich ihnen überhaupt zu stellen.
Und ich kann ganz klar sagen- nie habe ich mich besser gefühlt wie heute.
Es lohnt sich immer, nicht aufzugeben.
Eine Herzensempfehlung: dieser Song 🤍