Bin ich alkoholabhängig? 

Woran Du es erkennen kannst – und warum Du keine Angst vor der Antwort haben musst

Die Frage kommt oft leise. Und verzweifelt.
Nach einem Abend, von dem man schon wieder eigentlich
nichts mehr weiß. Nach einem Blick in WhatsApp, um nachzuschauen,
wen man denn schon wieder beleidigt hat. Nach dem vermeintlich
erlösenden ersten Schluck, um den elenden Kater loszuwerden.
Nach der Hilflosigkeit, die einen erfasst, wenn man das sich vorgenommene
nüchterne Zeitfenster nicht geschafft hat. Wieder nicht.

Sie ist unangenehm. Sehr.

Bin ich alkoholabhängig?

Viele suchen in diesem Moment nach einem Test, nach einer schnellen Einordnung.


Es gibt viele solcher Tests. Sie fragen zum Beispiel:

  • Trinkst du häufiger, als Du Dir vornimmst?
  • Fällt es Dir schwer, darauf zu verzichten?
  • Denkst Du in Deinem Alltag öfter an Alkohol, als Dir lieb ist?

Diese Fragen sind wichtig.
Und es lohnt sich, genauer hinzuschauen.


Viele Menschen haben Angst vor diesen Fragen.

Vor der Antwort, der Bezeichnung, die man erhält,
wenn man sie ehrlich beantwortet. Mit "Ja".
Abhängig.
Vor dem, was das abhängig sein bedeuten könnte.

Das ist verständlich. Aber:

Du musst keine Angst davor haben.


Denn wenn Du an diesem Punkt bist, gibt es Hilfe.

Nicht irgendwann. Sondern jetzt. Immer.

Zum Beispiel durch:

  • Suchtberatungsstellen
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Therapeutinnen und Therapeuten

Dort bekommst Du Klarheit, Unterstützung und Begleitung.


Und ganz wichtig:

Es gibt einen Weg da raus.

Auch wenn es sich im Moment nicht so anfühlt.


Ich war selbst an diesem Punkt.

Ich habe lange gedacht, ich müsste und könnte es alleine schaffen.
Dass es schon irgendwie geht.

Bis ich gemerkt habe: Nein. Ich komme so nicht weiter und
nicht davon los.

Seit ich aufgehört habe zu trinken, sind Dinge passiert, die ich früher 
nicht für möglich gehalten hätte.

Kleine und große Wunder. 
Und vor allem bin ich unendlich dankbar für: 

🤍 Klarheit im Kopf
🤍 Ruhe im Alltag

🤍 Kraft und Focus

Und ein Gefühl, das ich lange nicht kannte:

Es wird leichter. Das Leben wird wieder leichter.


Der Anfang ist nicht leicht. Garnicht.

Das darf man ehrlich sagen.

Aber er ist möglich. Und er lohnt sich. Sehr.


Wenn Du Dir gerade diese Frage stellst:

Nimm sie ernst.

Du musst heute nichts endgültig entscheiden.
Aber Du darfst den nächsten Schritt denken.


Und manchmal reicht dafür ein einziger Satz:

Kleine Schritte sind echte Wege.